Politik für Flensburg

Bild: Benjamin Nolte

Flensburg ist eine großartige Stadt. Damit das so bleibt, müssen wir in den nächsten Jahren ein paar Dinge anpacken.

Wir müssen eine zeitgemäße Mobilität ermöglichen. Immer mehr Flensburgerinnen und Flensburger lassen das Auto stehen und nutzen stattdessen das Rad, den Bus, E-Roller oder gehen zu Fuß. Diesen positiven Trend müssen wir unterstützen durch attraktive Fahrpreise, Busschnellwege und eine viel bessere Ausgestaltung der Radwege. Damit wird unsere Stadt sauberer, sicherer, vernetzter und leistet einen Beitrag zum Klimawandel. Trotzdem müssen wir diejenigen mitdenken, die auf ihr Auto angewiesen sind. Auch diese Menschen müssen sich problemlos innerhalb Flensburgs bewegen können und dürfen nicht gegen Nutzerinnen und Nutzer anderer Mobilitätsformen ausgespielt werden. Die Reformierung der Mobilität in Flensburg findet bereits auf kommunaler Ebene statt. Um den nötigen Prozess zu beschleunigen, braucht es Unterstützung von der Landesregierung. Ich möchte diese Unterstützung einholen und Flensburg zum Vorreiter für die Mobilitätswende in Schleswig-Holstein machen.

Unsere Innenstadt muss attraktiv bleiben. Spätestens seit dem Weggang von Karstadt hat die Flensburger Innenstadt deutlich an Attraktivität für Einheimische und Touristen verloren. Die gute Nachricht: Leerstände in Innenstädten sind kein Flensburger Problem, sondern weltweit. Die Innenstadt der Zukunft sieht anders aus als vor 10 Jahren. Eine moderne, belebte Innenstadt besteht nicht nur aus Geschäften, sondern aus einer Vielzahl bunter Nutzungen. Transformierte Innenstädte bieten wieder mehr Wohnraum, Platz für Schulen und Kindergärten, Co-Working Spaces, Cafés und Restaurants, Einzelhandel und Naherholungsräume. Die Innenstadt der Zukunft bietet viel Platz fürs Rad sowie Fußgängerinnen und Fußgänger, ohne die Menschen zu vergessen, die nicht mehr so mobil und auf z.B. ein Auto angewiesen sind. Wir werden es schaffen, unsere Innenstadt zu reformieren und sie als einen der Publikumsmagneten Flensburgs zu erhalten.

Der Wandel der Stadt muss sozial und nachhaltig gestaltet werden. Flensburg ist eine wachsende Stadt. Um dem Andrang gerecht zu werden, müssen wir unsere Stadt an vielen Stellen weiterentwickeln. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Wohnungen müssen gebaut, Schulen erweitert, kulturelle Angebote ausgebaut und Naherholungsgebiete geschaffen werden. Das präsenteste Beispiel hierfür ist das Sanierungsgebiet Hafen-Ost, bei dessen Planung in vielfacher Hinsicht auch Beteiligungsformate von Bürgerinnen und Bürgern geschaffen wurden. Ich will diesen Wandel und die (Neu-)Entwicklung von Stadtteilen nachhaltig und sozial ausgestalten – zusammen mit den Flensburgerinnen und Flensburgern.

Unsere Schulen müssen gut ausgestattet sein. All unsere Schulen brauchen ein Digitalisierungs-Update. In jeder Schule muss es schnelles, frei verfügbares W-Lan geben. Alle Kinder müssen gleichwertige digitale Endgeräte für modernen Unterricht bekommen. Smartboards statt Tafeln müssen der Standard sein. Jedes digitale Endgerät ist aber nur so gut wie die Lehrkraft, die es bedienen kann, deshalb brauchen wir eine angepasste Lehrkräftebildung. Zusätzlich muss jede Schule über eine IT-Fachkraft verfügen, damit der Erfolg von digitaler Lehre nicht vom Ehrenamt digital-affiner Lehrkräfte abhängig ist. Digitalisierung ist aber nicht alles. Schule muss ein Ort zum Wohlfühlen und Entfalten sein. Beispiele wie die AP Møller Skolen in Schleswig zeigen, wie offen Schulgebäude und der darin stattfindende Unterricht gestaltet sein können. Ich sorge für die nötige Finanzierung dieser Vorhaben und will gemeinsam mit Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern die Schule von morgen realisieren.

Unsere Förde muss geschützt werden. Der Klimawandel macht sich auch jetzt schon in der Flensburger Förde bemerkbar: seit ein paar Jahren besuchen uns regelmäßig Schweinswale, die sich in der Ostsee wohlfühlen. Eine gute Fördegesundheit muss uns weiterhin sehr am Herzen liegen, damit diese Tiere und die vielen anderen Lebewesen einen gesunden Lebensraum haben. Doch auch für uns Menschen ist die Förde von wichtiger Bedeutung: der Hafen ist das beliebte und belebte Herzstück unserer Stadt und selbst die Flensburger Strände sind nicht nur im Sommer hoch frequentierte Orte. Damit dies so bleibt, müssen wir uns viel stärker regional, national und international für einen intensiven Meeresschutz einsetzen. Wir müssen Müll reduzieren, die Zuführung von verunreinigendem Abwasser verhindern und Artenschutz betreiben. Ich setze mich mit den relevanten Akteuren zusammen und kümmere mich darum, dass unser Förde den Schutz erhält, den sie verdient.

Flensburg bleibt bunt. Es gibt einen Grund, warum die AfD in Flensburg zu Wahlen gar nicht erst antritt: sie haben keine Chance und werden nicht toleriert. Flensburg ist eine bunte und vielfältige Stadt, die wir als genau solche erhalten müssen. In den letzten Jahren gab es immer wieder Initiativen und Bewegungen, die dieses Lippenbekenntnis mit Taten untermauert haben. “Flensburg liebt Dich” ist keine Phrase, sondern gelebte Realität. Ich werde alles dafür tun, damit Flensburg ein Ort für alle bleibt – unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Orientierung oder der Größe des Geldbeutels. Deshalb setze ich mich weiterhin in Bewegungen und Initiativen für unsere Stadt und ihre Menschen ein.