Internationale Arbeit

Bild: Benjamin Nolte

Viele aktuelle Probleme können wir in Schleswig-Holstein nicht im Alleingang lösen, sondern nur in Zusammenarbeit mit unseren internationalen Partnerinnen und Partnern. Eine werteorientierte zukunftsgerichtete internationale Politik ist mir besonders wichtig.

Große gesellschaftliche Aufgaben lassen sich nicht im Kleinen lösen. Wir wollen ein Vorbild für grenzüberschreitende Zusammenarbeit sein. Nur so bewältigen wir Herausforderungen wie den Klimaschutz, die Digitalisierung oder die Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Wir verstehen den Ostseeraum als Megaregion. Viele junge Volkswirtschaften voller Innovation gehören zu den Anrainerstaaten des Ostseeraums, mit denen wir intensiv zusammenarbeiten wollen. Wir werden uns aktiver in internationale Foren, wie z.B. das STRING-Netzwerk einbringen, um unsere Interessen gemeinsam mit anderen Akteuren besser abzustimmen.

Wir setzen uns für eine stärkere Internationalisierung von Hochschulen ein. Ein Auslandssemester, ein Studium im Ausland oder der Austausch in der Forschung sind wahnsinnig gewinnbringende Aktionen, mit denen ein besseres Verständnis für- und untereinander vorangetrieben wird. Um diese offene Haltung zu fördern, werden wir mehr englischsprachige Studiengänge etablieren und bestehende Strukturen, wie z.B. die Kooperation zwischen der Europa-Universität Flensburg und der Syddansk Universitet Sønderborg, stärken.

Meeresschutz geht nur international. Unsere Ostsee ist ein empfindliches und absolut schützenswertes Gut, dass wir bewahren müssen. Daran hängt nicht nur die Zukunft unseres Planeten, sondern auch Branchen wie Tourismus oder die Fischerei. Wir werden einen Masterplan Förde entwickeln, bei dem die Fördegesundheit im Mittelpunkt steht.

Dänemark ist unser wichtigster Partner. Nicht nur historisch ist Dänemark mit unserer Region tief verwurzelt. Aus diesem Grund wollen wir die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter vertiefen. Wir intensivieren die Zusammenarbeit in den Feldern Gesundheitsversorgung, Sicherheit, Kultur & Sprache, Umwelt, Wirtschaft, Bildung, Verkehr und Tourismus. Dadurch stärken wir unser Grenzland immens, arbeiten ressourcenschonender und kommen unserer Vision von der grenzenlosen Grenzlandregion ein Stück näher.

Wir stehen an der Seite der Minderheiten. Ob dänische oder friesische Minderheit, Sinti und Roma oder die deutsche Minderheit in Nordschleswig – wir wollen die kulturelle Vielfalt bewahren und begreifen unsere Unterschiede als Stärke. Minderheiten sind Mittler und Botschafter unserer Vielfalt und verdienen unsere Unterstützung. Unter anderem bekennen wir uns dazu, dass dänische Schule öffentliche Schulen sind, die selbstverständlich vollen Zugang zu alle Förderprogrammen des Bundes und des Landes haben sollen. Klar ist für uns: Minderheitenpolitik ist immer auch Friedenspolitik.